Nachhaltigkeitsanalyse

Muster GmbH
ESG Maturity Agent v3 Analysedatum: 27. Dezember 2025 Quellen: 12

Demo Willkommen beim ESG Maturity Agent

Dies ist ein Beispielbericht, der zeigt, wie der ESG Maturity Agent Unternehmen analysiert und bewertet. Der Agent nutzt das wissenschaftlich fundierte Ainsbury-Grayson 5-Stages-of-Maturity-Modell (Cranfield University), um die Nachhaltigkeitsreife von Unternehmen systematisch zu bewerten.

Was der Agent macht:

Hinweis: Die "Muster GmbH" ist ein fiktives Unternehmen. Dieser Bericht demonstriert das Format und die Analysemethodik des Agents. Mehr Informationen: github.com/romanmesicek/esg-maturity-agent

Executive Summary

Muster GmbH ist ein mittelständisches österreichisches Dienstleistungsunternehmen mit rund 1.200 Mitarbeitenden und einem Jahresumsatz von ca. 850 Mio. EUR. Das Unternehmen befindet sich im Ainsbury-Grayson Reifegrad-Modell auf Stage 3 (Risk Mitigator) mit einem Gesamtdurchschnitt von 3,2 Punkten. Nachhaltigkeit wird als strategisches Risikomanagement-Thema verstanden, mit ersten systematischen Ansätzen zur Chancennutzung. Besondere Stärken zeigen sich in der Führungsverankerung und Mitarbeitereinbindung, während bei Value-Chain-Integration und wissenschaftsbasierten Zielen noch Entwicklungspotenzial besteht.

Unternehmensprofil

UnternehmenMuster GmbH
BrancheDienstleistungen / Business Services
HauptsitzWien, Österreich
Gründungsjahr1985
Mitarbeitende~1.200
Umsatz (2024)~850 Mio. EUR
RechtsformGmbH
EigentümerstrukturFamiliengeführt (75%), Management (25%)

Nachhaltigkeitsstrategie

"Nachhaltigkeit ist für uns kein Trend, sondern gelebte Verantwortung gegenüber Gesellschaft und Umwelt. Wir verstehen wirtschaftlichen Erfolg und ökologische Verantwortung als zwei Seiten derselben Medaille."

Kernelemente der Strategie:

Nachhaltigkeitsprofil nach Ainsbury-Grayson

Das Radar-Diagramm visualisiert das Nachhaltigkeitsprofil und zeigt Stärken sowie Entwicklungspotenziale auf einen Blick.

Bewertung nach dem 5-Stages-of-Maturity-Modell (1 = Denier, 5 = Champion)

Detailbewertung nach Kategorien

Nr Kategorie Score Stage Konfidenz Begründung
1 Purpose, Vision, Values & Strategy 4 Opportunity Maximiser Hoch Nachhaltigkeit ist explizit in Unternehmenswerten und Strategie verankert. Klare Vision bis 2030 mit messbaren Meilensteinen. ESG-Integration in strategische Entscheidungsprozesse seit 2020 etabliert.
2 Tone from the Top: Leadership 4 Opportunity Maximiser Hoch Geschäftsführung kommuniziert regelmäßig zu Nachhaltigkeitsthemen. CEO persönlich in Brancheninitiativen aktiv. Führungskräfte haben Nachhaltigkeitsziele in ihren Zielvereinbarungen.
3 Board Oversight and Governance 3 Risk Mitigator Mittel Aufsichtsrat erhält quartalsweise ESG-Reports. Nachhaltigkeitsrisiken im Risikomanagement integriert. Eigener Nachhaltigkeitsausschuss bisher nicht eingerichtet, jedoch regelmäßiger Tagesordnungspunkt.
4 Key Targets, Incentives and Measurement 3 Risk Mitigator Mittel Umwelt-KPIs werden systematisch erfasst und berichtet. Klimaziele definiert, jedoch noch nicht SBTi-validiert. Variable Vergütung mit 10% ESG-Anteil für oberes Management eingeführt.
5 Embedded in Strategic Business Units 3 Risk Mitigator Mittel Nachhaltigkeitskriterien in einigen Geschäftsbereichen operationalisiert. Unterschiedliche Reifegrade zwischen Abteilungen. Pilotprojekte zur Integration in Produktentwicklung laufen.
6 Engaging Employees 4 Opportunity Maximiser Hoch Aktives Nachhaltigkeits-Botschafter-Programm mit über 80 Mitarbeitenden. Regelmäßige Schulungen und interne Kommunikation. Mitarbeiter-Ideen-Plattform für Nachhaltigkeitsinitiativen etabliert.
7 Energising the Value Chain 2 Complier Mittel Lieferanten-Verhaltenskodex eingeführt, aber systematische Überprüfung noch im Aufbau. Scope-3-Emissionen teilweise erfasst. Zusammenarbeit mit Kunden bei Nachhaltigkeitsthemen punktuell.
8 Skills, Knowledge Management and Training 3 Risk Mitigator Mittel Basis-Nachhaltigkeitsschulung für alle Mitarbeitenden. Fachspezifische Weiterbildungen für relevante Funktionen. Wissensmanagement-System im Aufbau, noch nicht vollständig etabliert.
9 Stakeholder Engagement, Communications 3 Risk Mitigator Hoch Jährlicher Nachhaltigkeitsbericht nach GRI Standards. Regelmäßiger Stakeholder-Dialog durchgeführt. Wesentlichkeitsanalyse aktualisiert. Website mit ausführlichem Nachhaltigkeitsbereich.
10 Collaborations, Partnerships and Networks 3 Risk Mitigator Hoch Mitglied in relevanten Branchenverbänden und UN Global Compact. Teilnahme an regionalen Nachhaltigkeitsinitiativen. Strategische Partnerschaften für Innovationsprojekte im Aufbau.
11 Specialist CR Function 3 Risk Mitigator Hoch Dedizierte Nachhaltigkeitsabteilung mit 3 Vollzeit-Mitarbeitenden. Berichtet direkt an Geschäftsführung. Verantwortlich für Strategie, Reporting und Koordination, jedoch begrenzte Ressourcen für tiefergehende Projekte.

Top 3 Stärken

  1. Führungsverankerung: Starkes Commitment der Geschäftsführung mit persönlichem Engagement und klarer Kommunikation zu Nachhaltigkeitsthemen. Der CEO nimmt regelmäßig an Brancheninitiativen teil und Führungskräfte haben messbare Nachhaltigkeitsziele in ihren Zielvereinbarungen verankert.
  2. Mitarbeiterengagement: Das Botschafter-Programm mit über 80 aktiven Mitarbeitenden schafft eine breite Verankerung im Unternehmen. Die Ideen-Plattform für Nachhaltigkeitsinitiativen fördert Bottom-up-Innovation und stärkt die Identifikation der Belegschaft mit den Unternehmenszielen.
  3. Strategische Integration: Nachhaltigkeit ist explizit in Vision und Werten verankert. Die Strategie bis 2030 enthält messbare Meilensteine und ESG-Kriterien fließen seit 2020 systematisch in strategische Entscheidungsprozesse ein.

Top 3 Entwicklungspotenziale

  1. Value-Chain-Integration: Die Einbindung von Lieferanten beschränkt sich derzeit auf einen Verhaltenskodex ohne systematische Überprüfung. Scope-3-Emissionen werden nur teilweise erfasst. Eine stärkere Zusammenarbeit mit Kunden und Lieferanten würde das Nachhaltigkeitsprofil deutlich verbessern.
  2. Wissenschaftsbasierte Ziele: Die definierten Klimaziele sind ambitioniert, aber noch nicht durch die Science Based Targets initiative (SBTi) validiert. Eine externe Validierung würde die Glaubwürdigkeit erhöhen und das Unternehmen an internationalen Best Practices ausrichten.
  3. Governance-Strukturen: ESG-Themen sind regelmäßiger Tagesordnungspunkt im Aufsichtsrat, jedoch fehlt ein dedizierter Nachhaltigkeitsausschuss. Die Einrichtung eines solchen Gremiums würde die strategische Steuerung und Kontrolle der Nachhaltigkeitsaktivitäten stärken.

Branchenvergleich

Brancheneinordnung

Im österreichischen Dienstleistungssektor positioniert sich Muster GmbH im oberen Mittelfeld. Mit einem Gesamtscore von 3,2 liegt das Unternehmen über dem Branchendurchschnitt von ca. 2,8, jedoch noch deutlich hinter den Branchenführern mit Scores über 4,0. Die mittelständische Struktur und das Familienunternehmen-Ethos bieten gute Voraussetzungen für authentische Nachhaltigkeitsentwicklung.

Vergleichsunternehmen

Unternehmen Region Größe Nachhaltigkeits-Highlights
Branchenführer A DACH Groß SBTi-validiert, RE100-Mitglied, integrierter Bericht
Vergleichsunternehmen B Österreich Mittel Klimaneutral seit 2023, starkes Mitarbeiterengagement
Vergleichsunternehmen C Deutschland Mittel Umfassendes Lieferkettenmanagement, B Corp zertifiziert

Positionierung im Wettbewerb

Muster GmbH zeigt in den Bereichen Leadership-Verankerung und Mitarbeiterengagement überdurchschnittliche Performance. Im Vergleich zu direkten Wettbewerbern besteht Nachholbedarf bei der Value-Chain-Integration und bei wissenschaftsbasierten Klimazielen. Das Unternehmen hat das Potenzial, durch gezielte Investitionen in diese Bereiche in die Spitzengruppe aufzusteigen.

Branchenspezifische Herausforderungen

Best Practices der Branche

Quellen

  1. Muster GmbH Nachhaltigkeitsbericht 2023/24
  2. Muster GmbH Geschäftsbericht 2024
  3. Website: nachhaltigkeit.muster-gmbh.at (Beispiel-Domain)
  4. UN Global Compact Communication on Progress
  5. Branchenverband Nachhaltigkeitsranking 2024
  6. EcoVadis Bewertung (Bronze-Status)
  7. CDP Climate Change Response (Score C)
  8. Pressemitteilungen und Medienberichte 2024
  9. Stakeholder-Befragung Ergebnisse 2024
  10. Wesentlichkeitsanalyse 2023
  11. Strategiedokumente (öffentlich zugänglich)
  12. Interview-Notizen Nachhaltigkeitsmanagement

Das Ainsbury-Grayson-Modell

Das Modell von Richard Ainsbury und David Grayson (Cranfield University, 2014) beschreibt fünf Reifegradstufen der gesellschaftlichen Verantwortung. Die Bewertung erfolgt anhand von 11 Verankerungsbereichen, die systematisch analysiert werden:

Die fünf Reifegradstufen

1 – Denier
Keine Verantwortung für soziale, ökologische oder wirtschaftliche Auswirkungen.
2 – Complier
Erfüllt gesetzliche Vorgaben und folgt branchenüblichen Praktiken.
3 – Risk Mitigator
Identifiziert wesentliche Auswirkungen und reduziert negative Impacts zur Risikominimierung.
4 – Opportunity Maximiser
Sucht systematisch nach Geschäftschancen, die auch positive gesellschaftliche Wirkung haben.
5 – Champion
Verankert Nachhaltigkeit in der Wertschöpfungskette, kollaboriert und setzt sich für Veränderung ein.

Die 11 Verankerungsbereiche (Embedding Categories)

1Purpose, Vision, Values & StrategyWie stark sind Nachhaltigkeitsziele in der Unternehmensvision, den Werten und der Gesamtstrategie verankert?
2Tone from the Top: LeadershipWie sichtbar und aktiv engagiert sich die Geschäftsführung für Nachhaltigkeitsthemen?
3Board Oversight and GovernanceWie ist Nachhaltigkeit in der Unternehmensführung und Aufsichtsratsarbeit verankert?
4Key Targets, Incentives and MeasurementGibt es messbare Ziele, Anreizsysteme und systematisches Monitoring für Nachhaltigkeitsleistungen?
5Embedded in Strategic Business UnitsWie tief ist Nachhaltigkeit in den einzelnen Geschäftsbereichen und Funktionen integriert?
6Engaging EmployeesWie werden Mitarbeitende eingebunden, informiert und für Nachhaltigkeit aktiviert?
7Energising the Value ChainWie werden Lieferanten, Kunden und Partner in die Nachhaltigkeitsaktivitäten einbezogen?
8Skills, Knowledge Management and TrainingWie werden Nachhaltigkeitskompetenzen aufgebaut, geteilt und weiterentwickelt?
9Stakeholder Engagement, CommunicationsWie transparent und dialogorientiert kommuniziert das Unternehmen mit seinen Stakeholdern?
10Collaborations, Partnerships and NetworksWie aktiv beteiligt sich das Unternehmen an Brancheninitiativen und Partnerschaften?
11Specialist CR FunctionWie ist die Nachhaltigkeitsfunktion organisatorisch aufgestellt und mit Ressourcen ausgestattet?