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43 TRIGOS-Gewinner*innen aus sieben Jahren (2019–2025), bewertet ausschließlich auf Basis öffentlich verfügbarer Informationen – Websites, Berichte, Pressemitteilungen. Das Ergebnis spiegelt das Nachhaltigkeitsbild, das die Unternehmen selbst nach außen zeigen. Bewertung nach dem Ainsbury-Grayson-Modell mit 11 Verankerungsbereichen. Mehr als die Hälfte der analysierten Unternehmen erreichen die höchste Reifestufe "Champion" – Nachhaltigkeit ist bei ihnen tief in der Organisation verankert.
Aggregiertes Profil aller 43 TRIGOS-Gewinner*innen nach den 11 Ainsbury-Grayson-Kategorien.
Durchschnittswerte je Bewertungskategorie, sortiert nach Stärke.
Governance (3.38) und Employees (3.51) bilden die Schlusslichter. Viele TRIGOS-Gewinner sind mittelständische Unternehmen ohne Aufsichtsrat oder eigene Nachhaltigkeitsabteilung – die Geschäftsführung verantwortet das Thema selbst. Die Stärke liegt woanders: Purpose (4.34) und Business Units (4.33) führen das Ranking an. Der Antrieb kommt von oben, formale Strukturen folgen mit dem Wachstum.
Durchschnittsprofile nach TRIGOS-Auszeichnungskategorie im Vergleich.
Wer für Internationales Engagement ausgezeichnet wird, zeigt starke Value-Chain- und Partnership-Werte. Mitarbeiter*innen-Initiativen-Gewinner punkten bei Employees. Klimaschutz-Prämierte haben ihre Ziele klar definiert und messen konsequent. Bei Social Innovation steht die Idee im Vordergrund – formale Strukturen sind weniger ausgeprägt.
2019 war ein starkes Jahr. 2022 lag niedriger, 2025 wieder höher. Ein klarer Aufwärtstrend ist nicht erkennbar. Die Varianz hängt vermutlich vom Bewerbungspool ab – die Jury wählt aus den eingereichten Projekten.
| # | Unternehmen | Jahr | TRIGOS-Kategorie | Score | Stufe |
|---|
Das Modell von Richard Ainsbury und David Grayson (Cranfield University, 2014) beschreibt fünf Reifegradstufen der gesellschaftlichen Verantwortung. Die Bewertung erfolgt anhand von 11 Verankerungsbereichen:
| 1 – Denier | Keine Verantwortung für soziale, ökologische oder wirtschaftliche Auswirkungen. |
| 2 – Complier | Erfüllt gesetzliche Vorgaben und folgt branchenüblichen Praktiken. |
| 3 – Risk Mitigator | Identifiziert wesentliche Auswirkungen und reduziert negative Impacts zur Risikominimierung. |
| 4 – Opportunity Maximiser | Sucht systematisch nach Geschäftschancen durch positive Auswirkungen. |
| 5 – Champion | Verankert Nachhaltigkeit in der Wertschöpfungskette, kollaboriert und setzt sich für Veränderung ein. |
Für die Bewertung wurde ein KI-gestützter ESG-Agent eingesetzt, der öffentlich verfügbares Material recherchiert und analysiert hat – darunter Unternehmenswebsites, Nachhaltigkeitsberichte, Pressemitteilungen und ESG-Ratings. Die Ergebnisse wurden manuell überprüft und zu dieser Vergleichsanalyse zusammengeführt. Da Unternehmenskommunikation systematisch positiver gefärbt ist als die Realität, wurde eine differenzierte, wissenschaftlich fundierte Korrektur angewandt: Kategorien wie Purpose, Leadership und Employees wurden um 0.4 Punkte reduziert; faktisch prüfbare Kategorien wie Governance und Targets um 0.2 Punkte.