rne TRIGOS Gewinner 2019-2025 - Vergleichsanalyse | 36° sustainability

TRIGOS Gewinner 2019–2025

Reifegrad-Analyse nach dem Ainsbury-Grayson-Modell
43 Unternehmen 7 Jahre TRIGOS Awards 11 Verankerungsbereiche Analyse: Januar 2025
Eine Analyse von 36° sustainability · #EnjoyTheChange

43 TRIGOS-Gewinner*innen aus sieben Jahren (2019–2025), bewertet ausschließlich auf Basis öffentlich verfügbarer Informationen – Websites, Berichte, Pressemitteilungen. Das Ergebnis spiegelt das Nachhaltigkeitsbild, das die Unternehmen selbst nach außen zeigen. Bewertung nach dem Ainsbury-Grayson-Modell mit 11 Verankerungsbereichen. Mehr als die Hälfte der analysierten Unternehmen erreichen die höchste Reifestufe "Champion" – Nachhaltigkeit ist bei ihnen tief in der Organisation verankert.

Durchschnittsprofil aller TRIGOS-Gewinner

Aggregiertes Profil aller 43 TRIGOS-Gewinner*innen nach den 11 Ainsbury-Grayson-Kategorien.

Stärken

  • Purpose & Vision (4.34): Klare Positionierung. Nachhaltigkeit ist Kern des Geschäftsmodells.
  • Leadership (4.23): Engagierte Geschäftsführung. Häufig Gründer*innen, die das Thema selbst vorantreiben.
  • Business Units (4.33): Das nachhaltige Produkt ist das Kerngeschäft, kein Nebenprojekt.

Entwicklungspotenziale

  • Governance (3.38): Selten im Aufsichtsrat verankert. Typisch für den Mittelstand.
  • Employees (3.51): Mitarbeiter*innen-Einbindung ausbaufähig. Green Teams sind selten.
  • CR Function (3.52): Keine dedizierte Abteilung. Nachhaltigkeit läuft in der Geschäftsführung mit.

Kategorie-Analyse: Stärken und Schwächen

Durchschnittswerte je Bewertungskategorie, sortiert nach Stärke.

Das Muster: starke Vision, ausbaufähige Strukturen

Governance (3.38) und Employees (3.51) bilden die Schlusslichter. Viele TRIGOS-Gewinner sind mittelständische Unternehmen ohne Aufsichtsrat oder eigene Nachhaltigkeitsabteilung – die Geschäftsführung verantwortet das Thema selbst. Die Stärke liegt woanders: Purpose (4.34) und Business Units (4.33) führen das Ranking an. Der Antrieb kommt von oben, formale Strukturen folgen mit dem Wachstum.

Filter nach TRIGOS-Kategorie Zeige 43 von 43 Unternehmen

Vergleich nach TRIGOS-Kategorien

Durchschnittsprofile nach TRIGOS-Auszeichnungskategorie im Vergleich.

Profile entsprechen der Auszeichnungskategorie

Wer für Internationales Engagement ausgezeichnet wird, zeigt starke Value-Chain- und Partnership-Werte. Mitarbeiter*innen-Initiativen-Gewinner punkten bei Employees. Klimaschutz-Prämierte haben ihre Ziele klar definiert und messen konsequent. Bei Social Innovation steht die Idee im Vordergrund – formale Strukturen sind weniger ausgeprägt.

Entwicklung über die Jahre (2019-2025)

Schwankungen statt Trend

2019 war ein starkes Jahr. 2022 lag niedriger, 2025 wieder höher. Ein klarer Aufwärtstrend ist nicht erkennbar. Die Varianz hängt vermutlich vom Bewerbungspool ab – die Jury wählt aus den eingereichten Projekten.

Top 10 vs. Bottom 10: Profile im Vergleich

Vollständiges Ranking

# Unternehmen Jahr TRIGOS-Kategorie Score Stufe

Das Ainsbury-Grayson-Modell

Das Modell von Richard Ainsbury und David Grayson (Cranfield University, 2014) beschreibt fünf Reifegradstufen der gesellschaftlichen Verantwortung. Die Bewertung erfolgt anhand von 11 Verankerungsbereichen:

  1. Purpose – Vision, Werte und Strategie
  2. Leadership – Engagement der Geschäftsführung
  3. Governance – Aufsicht und Verankerung im Board
  4. Targets – Ziele, Anreize und Messung
  5. Business Units – Integration in Geschäftsbereiche
  6. Employees – Einbindung der Mitarbeiter*innen
  1. Value Chain – Aktivierung der Wertschöpfungskette
  2. Skills – Wissen, Training und Kompetenzaufbau
  3. Stakeholder – Dialog und Kommunikation
  4. Partnerships – Kooperationen und Netzwerke
  5. CR Function – Eigene Nachhaltigkeitsabteilung

Die fünf Reifegradstufen

1 – Denier Keine Verantwortung für soziale, ökologische oder wirtschaftliche Auswirkungen.
2 – Complier Erfüllt gesetzliche Vorgaben und folgt branchenüblichen Praktiken.
3 – Risk Mitigator Identifiziert wesentliche Auswirkungen und reduziert negative Impacts zur Risikominimierung.
4 – Opportunity Maximiser Sucht systematisch nach Geschäftschancen durch positive Auswirkungen.
5 – Champion Verankert Nachhaltigkeit in der Wertschöpfungskette, kollaboriert und setzt sich für Veränderung ein.

Zur Methodik

Für die Bewertung wurde ein KI-gestützter ESG-Agent eingesetzt, der öffentlich verfügbares Material recherchiert und analysiert hat – darunter Unternehmenswebsites, Nachhaltigkeitsberichte, Pressemitteilungen und ESG-Ratings. Die Ergebnisse wurden manuell überprüft und zu dieser Vergleichsanalyse zusammengeführt. Da Unternehmenskommunikation systematisch positiver gefärbt ist als die Realität, wurde eine differenzierte, wissenschaftlich fundierte Korrektur angewandt: Kategorien wie Purpose, Leadership und Employees wurden um 0.4 Punkte reduziert; faktisch prüfbare Kategorien wie Governance und Targets um 0.2 Punkte.